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Smart Home Studie: Vernetzte GerÀte verÀndern den Alltag

Die Studie zeigt: Vernetzte GerĂ€te sind fĂŒr zwei Drittel der Befragten im Alltag unverzichtbar. sie lesen, welche Anwendungen am hĂ€ufigsten genutzt werden, wie Smart-Home-Lösungen den Alltag erleichtern, welche Datenschutz- und Sicherheitsfragen Nutzer beschĂ€ftigen und welche Trends sich abzeichnen.

Smart Home Studie: Vernetzte GerÀte im Alltag

Smart Home Studie: Was vernetzte GerĂ€te heute leisten – und wo sie noch schwĂ€cheln

Zwei von drei Verbrauchern weltweit halten vernetzte GerĂ€te fĂŒr unverzichtbar in ihrem Alltag. Das ist das Kernergebnis der Smart Home Studie des Capgemini Research Institute mit dem Titel „Connected Products: Enhancing Consumers' Lives with Technology", fĂŒr die im November 2023 rund 10.000 Verbraucher aus 13 LĂ€ndern befragt wurden. Die Zahlen zeigen: Smart Home ist lĂ€ngst kein Nischenthema mehr – aber die Branche hat noch erhebliche Hausaufgaben bei Datenschutz, Nachhaltigkeit und InteroperabilitĂ€t.

UnterhaltungsgerÀte und vernetzte Fahrzeuge am weitesten verbreitet

Vier von fĂŒnf Befragten besitzen ein vernetztes UnterhaltungsgerĂ€t – Smart-TV, Streaming-Box oder Gaming-System. Damit ist diese Kategorie die mit Abstand meistgenutzte. Vernetzte Fahrzeuge folgen mit 60 Prozent auf Rang zwei, wobei die Bandbreite zwischen den LĂ€ndern erheblich ist: In den USA liegt die Quote bei 77 Prozent, in Kanada bei lediglich 38 Prozent. Deutschland bewegt sich mit 55 Prozent im globalen Mittelfeld.

Sprachassistenten sind ebenfalls weit verbreitet: 85 Prozent der Verbraucher nutzen sie zu Hause, auf dem Smartphone oder im Auto – vor allem zur Produktsuche und zum Browsen (71 Prozent). Amazons Alexa, Google Assistant und Apple Siri dĂŒrften dabei den Löwenanteil stellen.

Wachsendes Interesse an Gesundheits- und Sicherheitsprodukten

Bei den geplanten Neuanschaffungen fĂŒhren Gesundheits-Wearables die Liste an: 29 Prozent der Befragten wollen im nĂ€chsten Jahr ein solches GerĂ€t kaufen – etwa eine Smartwatch mit Herzfrequenzmessung oder einen Schlaftracker. 60 Prozent stimmen zu, dass vernetzte Produkte ihnen helfen, ihre Gesundheit zu erhalten oder zu verbessern.

Bemerkenswert ist der Wunsch nach weniger Bildschirmzeit: 71 Prozent möchten ihre Smartphone-Nutzung reduzieren, und 68 Prozent wĂŒrden ein Wearable ausprobieren, sofern es alle wesentlichen Smartphone-Funktionen ĂŒbernehmen könnte. Aus Redaktionssicht ist das ein klares Signal, dass der Markt fĂŒr smarte Brillen und fortgeschrittene Smartwatches noch erhebliches Wachstumspotenzial hat.

Was stört Verbraucher am meisten an vernetzten Produkten?

Drei Themen bremsen die Begeisterung spĂŒrbar: InteroperabilitĂ€t, Datenschutz und Elektroschrott.

  • InteroperabilitĂ€t: 65 Prozent wĂŒnschen sich eine einzige SteueroberflĂ€che fĂŒr alle vernetzten GerĂ€te. Wer heute ein Philips-Hue-System, eine Bosch-Waschmaschine und eine Nuki-TĂŒrklingel betreibt, kennt das Problem: Drei Apps, drei Konten, drei Logiken.
  • Datenschutz: Nur 36 Prozent der Befragten sind mit dem Datenschutz bei vernetzten Produkten zufrieden. Bei Gesundheitsdaten ist die Skepsis besonders hoch: 56 Prozent sehen ein Risiko darin, dass Unternehmen ĂŒber Wearables auf ihre Gesundheitsdaten zugreifen könnten.
  • Elektroschrott: 68 Prozent sind sich der Umweltkosten von E-Schrott bewusst, 59 Prozent möchten den CO₂-Fußabdruck vernetzter Produkte kennen. Zwei Drittel erwarten von Herstellern mehr Nachhaltigkeit in der Produktentwicklung – und 50 Prozent besitzen veraltete GerĂ€te, die sie nicht sicher entsorgen können.

Die Verbraucherzentrale weist ergĂ€nzend darauf hin, dass Nutzer oft nicht wissen, welche Sensoren und Mikrofone in ihren Smart-Home-GerĂ€ten stecken – ein strukturelles Transparenzproblem, das die Branche bislang kaum gelöst hat.

Wie gut ist Deutschland im Smart-Home-Vergleich aufgestellt?

Laut einer Erhebung des Bitkom nutzt knapp die HĂ€lfte der deutschen Haushalte mindestens ein Smart-Home-GerĂ€t – Tendenz steigend. Besonders gefragt sind intelligente Beleuchtung, smarte Thermostate und Sicherheitslösungen wie TĂŒrkameras oder Bewegungsmelder. Damit liegt Deutschland beim Adoptionsniveau im europĂ€ischen Mittelfeld, aber deutlich hinter den USA oder Teilen Asiens.

FĂŒr den deutschen Markt gilt zusĂ€tzlich: Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) setzt klare rechtliche Leitplanken, die hiesige Hersteller und Plattformbetreiber einhalten mĂŒssen. Ob das in der Praxis ausreicht, um das Vertrauen der Verbraucher zu gewinnen, beantwortet die Capgemini-Studie indirekt: Die Unzufriedenheit mit dem Datenschutz ist auch in Europa hoch.

Was fordern Verbraucher von den Herstellern?

Nicolas Rousseau, Group Offer Leader Intelligent Products & Services bei Capgemini, bringt es auf den Punkt: „Hersteller mĂŒssen Fragen des Datenschutzes und der Sicherheit stĂ€rker in den Vordergrund stellen. Ebenso mĂŒssen sie sich zu echter InteroperabilitĂ€t und reibungsloser KonnektivitĂ€t verpflichten. Wenn sie das versĂ€umen, kann dies zu enttĂ€uschten Kunden und einer nachlassenden Marktdynamik fĂŒhren."

Konkret bedeutet das fĂŒr die Branche: GerĂ€te mĂŒssen herstellerĂŒbergreifend funktionieren – der Standard Matter ist hier ein vielversprechender Ansatz, der seit 2022 von Apple, Google, Amazon und Samsung gemeinsam vorangetrieben wird. Zudem mĂŒssen Reparierbarkeit und Recycling bereits bei der Produktentwicklung mitgedacht werden, nicht erst am Ende des Lebenszyklus.

Zur Methodik der Studie

Das Capgemini Research Institute befragte im November 2023 insgesamt 10.000 Verbraucher ĂŒber 18 Jahren aus 13 LĂ€ndern in Europa, Nordamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum. ErgĂ€nzend wurden Tiefeninterviews mit FĂŒhrungskrĂ€ften aus der vernetzten Technologiebranche gefĂŒhrt. Die vollstĂ€ndigen Ergebnisse sind unter dem Titel „Connected Products: Enhancing Consumers' Lives with Technology" ĂŒber das Presseportal von Capgemini abrufbar.

Fazit

Die Smart Home Studie von Capgemini bestĂ€tigt, was sich in der Praxis zeigt: Vernetzte GerĂ€te sind fĂŒr viele Menschen kein Luxus mehr, sondern fester Alltagsbestandteil. Die grĂ¶ĂŸten Wachstumsfelder liegen bei Gesundheits-Wearables und Haussicherheit. Gleichzeitig machen DatenschutzmĂ€ngel, fehlende InteroperabilitĂ€t und ungelöste Entsorgungsfragen deutlich, dass die Branche noch Nachholbedarf hat. Wer als Hersteller oder Anbieter langfristig punkten will, muss Transparenz, KompatibilitĂ€t und Nachhaltigkeit als Produktmerkmale behandeln – nicht als Marketingversprechen.

Die Bedeutung vernetzter GerĂ€te im Alltag nimmt stetig zu. Sie erleichtern nicht nur den Alltag, sondern bieten auch neue Möglichkeiten, effizienter zu arbeiten und zu kommunizieren. Ein gutes Beispiel fĂŒr die Integration smarter Technologien in den Alltag ist die Smart Classroom. Diese digitalen Klassenzimmer nutzen vernetzte GerĂ€te, um das Lernumfeld zu verbessern und den SchĂŒlern eine interaktive und engagierte Lernerfahrung zu bieten.

Ein weiterer Bereich, in dem vernetzte GerĂ€te eine Rolle spielen, ist die Heimautomatisierung. Systeme wie Meross MSS810HK Angebot ermöglichen es den Verbrauchern, ihre HeimgerĂ€te ĂŒber eine App zu steuern. Dies erhöht nicht nur den Komfort, sondern kann auch helfen, Energie zu sparen und die Sicherheit zu erhöhen.

Zudem revolutioniert die Smart-City-Technologie die Art und Weise, wie StĂ€dte verwaltet und Dienstleistungen bereitgestellt werden. Ein Beispiel hierfĂŒr ist die Huawei Smart-City, die durch den Einsatz vernetzter GerĂ€te eine effizientere Nutzung stĂ€dtischer Ressourcen ermöglicht und das Leben in urbanen RĂ€umen nachhaltiger macht.

Diese Beispiele zeigen, wie vernetzte GerÀte dazu beitragen, unseren Alltag zu optimieren und zukunftsorientierte Lösungen in verschiedenen Bereichen unseres Lebens zu implementieren.

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